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MSG Steeden/Eschhofen 1 - TV Hüttenberg       8 : 41

Das war ein Highlight"

 

Steeden/Eschhofen fordert den Zweitligisten Hüttenberg

 

Salvatore Maglie, Kreisläufer des Handball-A-Ligisten MSG Steeden/Eschhofen, hat die 60 Minuten gegen den TV Hüttenberg in vollen Zügen genossen. "Das war ein absolutes Highlight, gerade auch für unsere jungen Spieler", bewertete der Kreisläufer der MSG Steeden/Eschhofen den Test gegen den Zweitligisten. Dass sein Team am Samstagabend mit 8:41 (6:23) soeben verloren hatte, war zweitrangig.

 

Vor allem die beiden Torhüter der MSG Steeden/Eschhofen bekamen den Unterschied zum Handball-Alltag in der Bezirksliga B (ab dieser Saison in der Bezirksliga A) zu spüren. Mal schlug der Ball links ein, mal rechts, mal schepperte das Aluminium gewaltig, wenn ein Hüttenberger Rückraumschütze den Ball einmal nicht in die Maschen setzte. Keeper Christoph Klose sagte: "Die Angreifer gucken schön, was wir Torleute auf der Linie machen und suchen sich dann die richtige Ecke aus."


Die Torleute bekommen den Unterschied am deutlichsten zu spüren

Trotzdem warfen sich der Routinier und sein junger Kollege Malthe Weidemann immer wieder mutig in die Schüsse. Mit Erfolg: Klose klärte unter anderem gegen Sebastian Weber, Weidemann parierte kurz hintereinander gegen Sven Pausch und Jonas Faulenbach. Szenenapplaus von 250 Zuschauern in der fast ausverkauften Stadthalle war den Torleuten gewiss.

Auch die Angreifer in Grün bekamen ihre Ovationen, allen voran der vierfache Torschütze Björn Ferdinand. "Jetzt haben wir sie!", schallte es übermütig von den Rängen, nachdem Ferdinand nach gut 20 Minuten auf 5:15 verkürzt hatte. Derweil ackerten Sascha Schmidt und Salvatore Maglie am Kreis. Routinier Maglie genoss die Rangeleien: "Die Schiedsrichter pfeifen in so einem Spiel nicht so streng, da kann man schön mit dem Körper arbeiten." Insgesamt ging es aber fair zu, wie lediglich eine Zeitstrafe (gegen den Hüttenberger Tomasz Jezewski in der 41. Minute) und je zwei Siebenmeter pro Team belegen.

Nach dem Spiel wurden die Hände geschüttelt, und Salvatore Maglie sagte: "Jetzt gehen beide Mannschaften zusammen essen." Es war vermutlich sein letztes Spiel für die MSG Steeden/Eschhofen - und für ihn ein "absolutes Highlight".

Es spielten für MSG: Christoph Klose, Malthe Weidemann; Björn Ferdinand (4/2), Thomas Schaaf (2), Christopher Herrmann, Sascha Schmidt (je 1), Andreas Gebhart, Dennis Ferdinand, Steffen Breuer, Salvatore Maglie, Fabian Fink, Christian Ax, Matthias Ax, Manuel Rojahn.

Treffer für Hüttenberg: Andreas Lex, Florian Billek (je 6), Florian Laudt (5), Tomasz Jezewski, Mario Fernandes (je 4), Jonas Faulenbach, Sebastian Weber, Michael Stock (je 3), Michael Beppler, Marc Langenbach (je 2), Sven Pausch (2/1), Stefan Lex (1/1).

 

(Spielbericht Weilburger Tageblatt)

 

Handballer des TV Hüttenberg präsentieren sich vor 250 Zuschauern in der Runkeler Stadthalle von ihrer besten Seite

 

Nach 60 Minuten war die 40-Tore-Marke doch geknackt. Zweitligist TV Hüttenberg hatte in einem Handball-Testspiel A-Liga-Vertreter MSG Eschhofen/Steeden deutlich distanziert.

Das schöne Wetter und die Rheingauer Weintage verhinderten möglicherweise einen noch zahlreicheren Besuch, immerhin waren 250 Zuschauer nach Runkel gekommen. Die bekamen über 60 Minuten tolle Handballkost von beiden Mannschaften geboten, wobei sich bei den Gästen natürlich der bereits fortgeschrittene Leistungsstand in der Vorbereitungszeit bemerkbar machte. Schließlich steht man vor einer richtungsweisenden Saison, in der es für den früheren Erstligisten darum geht, die Qualifikation für die eingleisige 2. Liga zu erreichen. Auf Seiten der Gastgeber bekamen neben den Routiniers auch drei Nachwuchstalente die Möglichkeit, sich gegen einen namhaften Gegner zu präsentieren.

Die Gäste legten erwartungsgemäß einen furiosen Start auf das Parkett und schienen die Einheimischen fast zu überrollen. Torwart Christof Klose bekam zwar einige Bälle zu fassen, doch meistens warteten Hüttenbergs Schützen geduldig eine Reaktion ihres Gegenübers ab, um dann das Leder sicher zu verwandeln. Dennoch bekamen Klose und sein Kollege Malte Weidemann einige Male Szenenapplaus der heimischen Fans bei gelungenen Paraden. Auch für Steedens Routinier Salvatore Maglie war die Partie gegen die Mittelhessen noch einmal ein absolutes Highlight. «Salli» kämpfte am gegnerischen Kreis in seiner bekannten Art und Weise und lieferte sich mit den Halbprofis so manchen Zweikampf. Das heimische Schiedsrichtergespann Thorsten Wahler und Thomas Baby (Limburger HV) leitete die Partie großzügig und lag mit dieser Einstellung genau richtig. Lediglich eine Zeitstrafe gegen Hüttenbergs Jedzewski und je zwei Strafwürfe auf beiden Seiten sprechen für einen absolut fairen Umgang miteinander. Bis zum 4:8 sah es noch recht passabel für die MSG aus, bei der Björn Ferdinand keinen Respekt vor großen Namen zeigte und seine Schnelligkeit in umjubelte Tore ummünzte. Dann legten die Hüttenberger einen 0:7-Zwischenspurt hin und die Verhältnisse nahmen klare Formen an. Beim fünften MSG-Treffer skandierte das Publikum schließlich gut gelaunt: «Jetzt haben wir sie.»

Für den zweiten Durchgang hatte TVH-Coach Jan Gorr die Order ausgegeben, das Hauptaugenmerk auf die Deckungsarbeit zu legen. Für die Hausherren bedeutete dies, dass der Angriff noch mehr Gegenwind zu spüren bekam. Salvatore Maglie und Sascha Schmitt bekamen am Kreis zu spüren, wie in der 2. Bundesliga zugepackt wird. So blieb Steedens «Mister Handball» in seinem möglicherweise letzten Auftritt am Ende ohne Torerfolg. Den ersten Treffer der zweiten Halbzeit setzte aber dennoch Björn Ferdinand vom Siebenmeterpunkt mit dem 7:23.

Dass mit dem 8:26 schon der letzte Treffer der MSG Eschhofen/Steeden gefallen war, konnte zu diesem frühen Zeitpunkt noch niemand erahnen, doch es gab einfach kein Durchkommen mehr gegen die überragenden TV-Torleute Mattias Ritschel und Jan-Steffen Redwitz. Dies änderte aber nichts an der Stimmung auf den Rängen. Am Ende wurden beide Teams mit stehenden Ovationen verabschiedet, bevor man sich zum gemeinsamen Abendessen traf und dabei so manche Erinnerung und Verbundenheit zwischen Steeden und Hüttenberg austauschte. Die Mittelhessen bleiben jedenfalls ein gern gesehener Gast im NNP-Land und vielleicht begrüßt man sie beim nächsten Mal als Zweitligist, der zu den besten 40 Teams in Deutschland zählt, möglich erscheint dies auf alle Fälle.

 

(Bericht: NNP)

 

 

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